Über mich

Mein Weg: Von Pflicht und Erwartungen zu echter Verbindung

Wie entsteht lebendige Verbindung zwischen Menschen? Und was bringt Beziehungen aus dem Gleichgewicht?

Diese Fragen begleiten mich seit vielen Jahren – in meinem persönlichen Leben ebenso wie in meiner beruflichen Arbeit: als Partnerin und Mutter von fünf Kindern, als Demeter-Bäuerin und Ausbildnerin, im Leben und Arbeiten in Gemeinschaften und während meiner langjährigen Tätigkeit in einer sozialtherapeutischen Einrichtung.

Mein Lebensweg war vielseitig und nicht immer geradlinig. Immer wieder gab es Zeiten, in denen Vertrautes in Bewegung kam und ich mich neu orientieren musste. Eine besonders tiefgreifende Veränderung war die Trennung nach 46 Jahren Ehe. Sie hat mich noch einmal ganz unmittelbar mit Fragen beschäftigt, die auch in meiner Arbeit eine wichtige Rolle spielen: Was darf ich annehmen, was darf ich loslassen? Wie bleibe ich mir selbst treu, ohne den anderen abzuwerten? Und wie kann aus einem Ende Raum für etwas Neues entstehen?

Diese und andere herausfordernde Erfahrungen haben mich gelehrt, genauer hinzuschauen: auf das, was zwischen Menschen geschieht – und auf das, was in uns selbst geschieht, wenn Verbindung schwierig wird.

Was ich erkannt habe

Immer wieder habe ich erlebt, wie schnell Kritik, Erwartungen und Missverständnisse Beziehungen belasten können. Dazu kommen unsere blinden Flecken, alte Verletzungen und prägende Erfahrungen, die oft unbewusst in gegenwärtige Beziehungen hineinwirken.

Besonders schmerzhaft wird es, wenn wir uns vom Gegenüber nicht wirklich gesehen, gehört oder verstanden fühlen.

Dabei ist es oft gar nicht die Unterschiedlichkeit unserer Meinungen, die uns voneinander entfernt. Viel entscheidender ist, wie wir mit dieser Unterschiedlichkeit umgehen – und ob es uns gelingt, einander als Menschen ernst zu nehmen.

Die Kraft der Gewaltfreien Kommunikation

Mit der Gewaltfreien Kommunikation habe ich ab 2009 einen Weg gefunden, der vieles von dem zusammenführte, was mich schon lange beschäftigt hatte.

Ich lernte immer tiefer zu verstehen: Verbindung braucht keine Einigkeit.

Sie entsteht dort, wo wir bereit sind, wirklich zuzuhören – uns selbst und dem anderen. Wo wir hinter Worten und Verhaltensweisen die Gefühle, Bedürfnisse und guten Gründe eines Menschen wahrnehmen können.

Wenn wir einander als eigenständige Menschen anerkennen, ohne uns selbst dabei aufzugeben, kann Begegnung auf Augenhöhe entstehen. Alte Muster können sichtbar werden, Konflikte verlieren etwas von ihrer Bedrohlichkeit und neue Wege werden möglich.

Beziehung auf Augenhöhe – meine Haltung heute

Heute prägt diese Haltung mein Leben und meine Arbeit.

Dabei geht es mir nicht darum, Konflikte zu vermeiden oder immer harmonisch miteinander zu sein. Ich möchte Menschen darin unterstützen, mit sich selbst verbunden zu bleiben und gleichzeitig offen für ihr Gegenüber zu sein.

Empathie und Klarheit gehören für mich zusammen. Ebenso Selbstverantwortung und Verbundenheit, Geben und Empfangen, Zulassen und Loslassen.

Ich glaube, dass gerade in schwierigen Beziehungssituationen Entwicklung möglich wird – wenn wir den Mut finden, ehrlich hinzuschauen, ohne uns selbst oder den anderen zu verurteilen.

„Das Ziel im Leben ist, all unser Lachen zu lachen und all unsere Tränen zu weinen.“

— Marshall B. Rosenberg

„Das Ziel im Leben ist, all unser Lachen zu lachen und all unsere Tränen zu weinen.“
— M.B. Rosenberg

Stationen in meinem Leben

  • Aufgewachsen mit sechs Geschwistern in Luzern

  • Demeter-Bäuerin und Ausbildnerin auf dem Herzberghof in Asp (1984–2014)

  • Mutter von fünf Kindern und Grossmutter von neun Enkelkindern

  • Rudolf-Steiner-Lehrerseminar (1999–2002)

  • Verschiedene pädagogische und agogische Tätigkeiten und Mandate

  • Mitarbeit und Leitungsfunktion in einer Wohngruppe der Stiftung Seehalde (2010–2021)

  • Seit 2009 kontinuierliche Weiterbildung in Gewaltfreier Kommunikation und Living Compassion

  • Coaching-Ausbildung 2015/16 sowie Weiterbildungen unter anderem in systemischer Aufstellungsarbeit

  • Eigene Kurse und Übungsgruppen in Gewaltfreier Kommunikation seit 2016

  • Assistenz bei Fokus Empathie (2020–2022) sowie bei Simone Anliker (2022)

  • SVEB-Zertifikat Stufe 1

  • Seit 2023 CNVC-zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation

  • Havening Techniques® Practitioner

All diese Erfahrungen fliessen heute in meine Arbeit ein. Nicht als fertige Antworten auf das Leben anderer Menschen, sondern als Erfahrungsschatz, aus dem ich schöpfen kann, wenn ich Menschen auf ihrem eigenen Weg begleite.

Etwas hat dich berührt?
Dann könnte ein erstes, kostenloses Gespräch genau der richtige nächste Schritt für dich sein.

Jenseits von richtig und falsch beginnt der Raum, in dem wir einander wirklich sehen.

Jenseits von richtig und falsch beginnt der Raum, in dem wir einander wirklich sehen.